Zukunft

Früher war die Zukunft auch besser …

Wer glaubt denn heute noch an Gerechtigkeit, Vernunft und Toleranz? Es geht in diesem Jahrhundert der Klima- und Umweltkatastrophen längst nicht mehr um einen Idealstaat im Sinne Platons oder wie in Thomas Morus Buch Utopia, um Kuschelgesellschaften mit Ringelpiez und anfassen. Wir befinden uns „In der Stille nach dem Ton“ und sind schon längst in der schönen neuen totalitären Welt von Huxley angekommen, die Kunst wird überflüssig, Papier und Bücher eingestampft.

Erfolgt die totale Kontrolle der Massen nicht durch Gewalt und Unterdrückung, sondern durch „glückliche Verblödung“? Der Mensch – technikfromm und schnörkellos – wird im Reagenzglas auf Glück und Beruf
vorprogrammiert. Ist jede Utopie in gelebter Form eine Dystopie? Wer sind wir, dass wir glauben Lichtbilder in der dunklen Nacht erblicken zu können?

Auf jeden Fall war die Kindheit schön – die Gegenwart ist gewöhnungsbedürftig und während des Sprungs in die Zukunft verhungern wir – wahrscheinlich vielleicht.

Die Kunsthalle Schlieren schaut zurück auf Zukunftsentwürfe der letzten 50 Jahre bis in die Gegenwart. Wobei allem Zukünftigen das Vergangene in den Schwanz beisst und sich somit die Frage stellt wann etwas Zukünftig ist bzw. war?

Auf ein Wiedersehen in der Ausstellung „Zukunft“ in der Kunsthalle Schlieren.

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